Hintergrund

Seit Jahren gibt es umfangreiche Maßnahmen, die digitale Dokumentation und Erhaltung von Kulturgut voranzutreiben.

Doch bleiben diese Aktivitäten meist auf zweidimensionale Artefakte wie Bücher, Gemälde oder „digitally-born collections“ wie Filme, Fotos und Tonaufnahmen beschränkt (Google Books Library Project, Deutsche Digitale Bibliothek, Europeana).

Die 3D-Digitalisierung und -Archivierung von historischen Artefakten stellt für ihre Sicherung und Zugänglichkeit eine große Chance dar. Gleichzeitig trägt sie durch neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zur Wertschöpfung im Kulturbereich bei.

Seit Jahren gibt es umfangreiche Maßnahmen, die digitale Dokumentation und Erhaltung von Kulturgut voranzutreiben. Initiativen zur Massendigitalisierung haben den Grundstein für einen weltweiten Markt von über 100 Millionen Euro für Dienstleister und Gerätehersteller gelegt. Doch bleiben diese Aktivitäten meist auf zweidimensionale Artefakte wie Bücher, Gemälde oder „digitally-born collections“ wie Filme, Fotos und Tonaufnahmen beschränkt (Google Books Library Project, Deutsche Digitale Bibliothek, Europeana).

Auch wird die Nachfrage nach wirtschaftlichen Lösungen für die 3D-Digitalisierung mit hohem Durchsatz immer größer, um dem steigenden Bedarf, dreidimensionale Objekte wie Statuen, Skulpturen oder Büsten zu visualisieren und zu erhalten, gerecht zu werden. Für die Erfassung der Millionen von Objekten, die sich in unseren Museen und ihren Archiven befinden, existieren hingegen noch keine kommerziell verfügbaren Technologien zur effizienten und hochpräzisen Massendigitalisierung in 3D. Maßnahmen bezüglich der 3D-Digitalisierung konzentrieren sich eher auf prestigeträchtige Einzelfälle als auf ganze Serien von Objekten. Grund dafür ist der mit der 3D-Digitalisierung einhergehende hohe Arbeits- und Zeitaufwand, der noch immer für die Erfassung der gesamten Objektoberfläche samt Hinterschneidungen benötigt wird.

Venus of Malta, © Rafael Monroy 3D Scan Teststrecke, © Carola Radke/MfN Muséum national d'Histoire naturelle Paris, © Rafael Monroy Ancient Hall in Hermitage Museum, Saint Petersburg, Russia (CC Ilya Dobrych)
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